Südsee
In Oktober und November 2025
Türkisfarbenes Wasser, schneeweiße Strände und sanft wiegende Palmen prägen das Bild eines fast mythischen Paradieses. Wer hier ankommt, spürt sofort die Ruhe und Gelassenheit eines Lebens im Rhythmus der Natur. Doch die Südsee ist weit mehr als ein makelloses Traumziel. Ihre Landschaften erzählen von ständiger Veränderung, die durch Feuer, Wind und Wasser geprägt ist. Vulkane, Zyklone und die unbändige Kraft des Meeres sind eine ständige Erinnerung daran, dass diese Region auch die wilde, manchmal zerstörerische Seite der Natur in sich trägt.
Gleichzeitig ist die Südsee ein Ort, an dem Geschichte und Gegenwart auf besondere Weise ineinandergreifen. Die koloniale Vergangenheit, die von Ausbeutung, Missionierung und politischer Abhängigkeit geprägt war, hat in vielen Inselstaaten tiefe Spuren hinterlassen. Bis heute prägen soziale Ungleichheiten, ethnische Spannungen und der Kampf um Selbstbestimmung das politische Leben – ein Erbe einer bewegten und oft schmerzhaften Geschichte. Palau stand nacheinander unter spanischer, deutscher und japanischer Herrschaft, bevor es nach dem Zweiten Weltkrieg von den USA verwaltet wurde und 1994 die Unabhängigkeit erlangte. Vanuatu erlebte eine ungewöhnliche Doppelkolonialherrschaft durch Frankreich und Großbritannien, die erst 1980 endete – ihre Folgen sind bis heute spürbar. Fiji wiederum war ab 1874 britische Kolonie und wurde 1970 unabhängig. Doch die Spannungen zwischen den indigenen Fijianern und der indischstämmigen Bevölkerung prägen die Politik bis heute.
Gerade das Zusammenspiel von natürlicher Schönheit, geschichtlicher Tiefe und kultureller Vielfalt macht den besonderen Reiz der Südsee aus. Sie lädt nicht nur zum Träumen, sondern auch zum Nachdenken ein – als ein Ort, an dem Paradies und Realität eng miteinander verwoben sind. Wer hierher reist, lernt Demut vor der Natur und nimmt Eindrücke mit, die ein Leben lang bleiben: von stillen Lagunen bis zu donnernden Brandungen an den Rändern des Paradieses.
Den pazifischen Raum kann man in die drei großen Bereiche Polynesien, Melanesien und Mikronesien einteilen. In den Jahren 2024 und 2025 besuchten wir Mikronesien (Marshall Inseln, die Mariannen, Yap und Palau) sowie Fiji und Vanuatu als Inseln Melanesiens sowie die Inseln von Hawaii, die zu Polynesien gehören.
Wir flogen mit Twin Otter Flugzeugen der Air-Vanuatu und mit Fiji-Airways. Die DHC-6 Twin Otter ist ein Flugzeug für 19 Passagiere. Die Turboprop-Maschine ist als Schulterdecker ausgelegt und verfügt über ein feststehendes Fahrwerk. Sie kann auch mit Schwimmern ausgerüstet werden. Die Verstellpropeller ermöglichen die Nutzung von Schubumkehr. Das Flugzeug ist für sehr kurze Start- und Landebahnen optimiert und benötigt nur eine Pistenlänge von 370 m. Es verfügt nicht über eine Druckkabine.
Das Video habe ich auf dem Flug von Port Villa (Insel Efate, Vanuatu) nach Norsup (Insel Malekula, Vanuatu) aufgenommen.
Unsere erste Begegnung mit der Südsee war im Februar 2024, als wir mit dem Kreuzfahrtschiff "MS Artania" von Panama nach Japan reisten und dabei unter anderem die Inseln von Hawaiʻi, die Marshall-Inseln, Guam und Saipan besuchten. Diese Reise weckte in uns den Wunsch, die faszinierende Welt der Südsee näher zu erkunden.
Im Herbst 2025 bereisten wir die Südsee - unsere Transportmittel waren das Kreuzfahrtschiff HANSEATIC spirit sowie das Flugzeug. Mit der HANSEATIC spirit besuchten wir die Atolle und Inseln Mikronesiens. Weiter ging es mit einer Rundreise, die uns der Veranstalter Pacific Travel House zu unserer vollsten Zufriedenheit organisiert hatte. Für diese Rundreise flogen wir mit Air Vanuatu und Fiji Airways auf die Inseln von Vanuatu und Fiji.
Das Challenger Deep - der tiefste Punkt der Weltmeere
Mit der HANSEATIC spirit fuhren wir im Oktober 2025 über das rund 300 Kilometer südwestlich von Guam liegende Challenger Deep. Diesen „Besuch“ konnten wir auf der Kommandobrücke des Schiffs erleben und uns dessen mit einem Blick auf die Seekarte vergewissern.
Das Challenger Deep ist tiefste bekannte Punkt der Weltmeere und liegt im südwestlichen Teil des Marianengrabens im westlichen Pazifik. Die Tiefe wurde mehrfach vermessen und liegt nach aktuellen Messungen bei knapp 11.000 unter dem Meeresspiegel. Geologisch entstand das Challenger Deep weil sich die Pazifische Platte unter die philippinische Platte schiebt.
Das Challenger Deep ist der wohl unzugänglichste Punkt auf unserer Erde. Bisher (Stand Dezember 2025) sind nach Angaben von ESRI erst 27 Menschen zum Challenger Deep hinabgetaucht. Im Vergleich dazu besuchten 12 Menschen den Mond. Alle waren Astronauten der NASA‑Apollo‑Missionen zwischen 1969 und 1972.
Ein Besuch ist kein klassischer „Ausflug“, sondern eine extr
em exklusive Expedition, die nur wenige Menschen je erlebt haben. Die Tauch-Expeditionen starten in der Regel auf Guam. Die Kosten liegen im Bereich von einer Million Euro.
Wir tauchten natürlich nicht hinunter sondern begnügten uns mit einer Überfahrt. Dieses Ereignis wurde durch unseren Kapitän Claas Fischer entsprechend kommentiert.
Das Challenger Deep wurde durch die Bewegung der Pazifischen Platte gebildet. Ein weiteres Phänomen dieser Plattenbewegung sind die
Natürlich kann man sich seine Reisebausteine individuell selbst zusammenstellen. Aber ohne entsprechende Ortskenntnisse ist das sehr schwierig. Daher mein Rat für ein kompetentes Reisebüro - exzellente Betreuung von der Vorbereitung bis während der Reise.
