www.hg-schaller.de

Singapur

Viele, viele Hochhäuser und dazwischen einige alte Bauten und tropisches Grün, dazu dann tropische Hitze und Schwüle: Singapur! Singapur (ist ein Insel- und Stadtstaat und der flächenmäßig kleinste Staat Südostasiens. Er ist Mitglied im Commonwealth of Nations.

Singapur gilt als eine der Städte mit den weltweit höchsten Lebenshaltungskosten. Zudem zählt der Stadtstaat mit mehr als elf Millionen ausländischen Touristen im Jahr zu den zehn meistbesuchten Städten der Welt und gilt neben Hong Kong als wichtigster Finanzplatz Asiens. Singapur ist ein multiethnischer Staat, in welchem Chinesen, Malaien und Inder die größten Bevölkerungsteile stellen. Der Inselstaat Singapur umfasst eine Hauptinsel, drei größere und 58 weitere, kleinere Inseln. Er liegt an der Südspitze der Malaiischen Halbinsel, von dieser getrennt durch die Johorstraße. Die Gesamtfläche entspricht knapp der Fläche von Hamburg. Landgewinnung spielt für Singapur eine große Rolle. Das Erdmaterial wird dazu von eigenen Bergen, dem Meeresboden oder von Nachbarstaaten entnommen und im angrenzenden Meer aufgeschüttet. Dadurch stieg die Landfläche von 581,5 km² in den 1960er Jahren auf heute 710,2 km².

Die ersten Aufzeichnungen Singapurs stammen aus chinesischen Texten des 3. Jahrhunderts. 1819 gründete Sir Thomas Stamford Raffles, Handelsagent der Britischen Ostindien-Kompanie, in Singapur die erste britische Niederlassung. 1824 hatte die Kompanie die gesamte Insel vereinnahmt, die sie dem Sultan von Johor für 60.000 Dollar und eine Jahresrente von 24.000 Dollar abgekauft hatte. Am 1. April 1867 wurde Singapur als Bestandteil der Straits Settlements vor dem Hintergrund weiterer territorialer Expansionen zur britischen Kronkolonie. Im Zweiten Weltkrieg marschierten japanische Truppen in Malaysia ein und eroberten die Insel. 1945 kam Singapur wieder unter britische Herrschaft. 1959 wurde Singapur eine selbstregierte Kronkolonie. 1962 wurde Singapur in eine Föderation mit Malaya, Sabah und Sarawak entlassen und somit am 1. September 1963 vom Vereinigten Königreich unabhängig. Im Herbst 1964 kam es zu massiven Unruhen zwischen chinesischen und nichtchinesischen Einwohnern. Heftige ideologische Konflikte führten am 7. August 1965 zum Ausschluss Singapurs aus der Föderation. Zwei Tage später, am 9. August 1965, erkannte Malaysia Singapurs Souveränität als erster Staat an. Als einer der sogenannten Tigerstaaten schaffte Singapur innerhalb weniger Jahrzehnte den Sprung von einem Schwellenland zu einem Industriestaat bzw. einer primär auf Dienstleistungen ausgerichteten Volkswirtschaft.

Aufgrund der britischen Kolonialvergangenheit herrscht Linksverkehr. Im Rahmen einer restriktiven Verkehrspolitik unterliegt der private Autobesitz strengen Regulierungen. Der Import von Kraftfahrzeugen ist mit Abgaben von teilweise über 200 Prozent besteuert, hat aber eine hohe Bedeutung als Statussymbol. Weiterhin wird der Verkehr im Stadtzentrum durch ein elektronisches Mautsystem mit hohen Abgaben belegt. Singapur hat ein engmaschiges, hochgetaktetes und relativ preiswertes ÖPNV-System. Gut ausgebaut ist das U-Bahn-Netz, genannt MRT (Mass Rapid Transit),. Das Nahverkehrsbussystem ist ebenfalls gut ausgebaut. Es gibt keine festen Fahrpläne. Stattdessen ist an den Haltestellen die durchschnittliche Taktrate angegeben (zum Beispiel alle zehn Minuten), in der die Busse fahren. Die Haltestellen stehen im Abstand von wenigen hundert Metern auseinander. Taxis sind weit verbreitet und günstig. Allerdings kommt es zu starken Engpässen während der Hauptverkehrszeit, samstags, bei Regen und zwischen 23:30 Uhr und 1 Uhr.

Es wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass alle ethnischen Gruppen in Harmonie zusammenleben. Dies wird teilweise staatlich festgelegt, wie beispielsweise im sozialen Wohnungsbau (HDB – Housing Development Board) durch sogenannte ethnische Gruppenquoten. So darf von einem Wohnungsblock nur ein bestimmter Prozentsatz an Chinesen, Malaien und Inder verkauft werden. Der große Anteil der Chinesen in der Bevölkerung führt oft zu der falschen Annahme, dass die anderen Bevölkerungsgruppen in ihrem täglichen Leben benachteiligt werden. Die Küche Singapurs zeichnet sich durch die kulturellen Einflüsse der vertretenen Ethnien aus. Deren gegenseitige Einflüsse sind in der Stadt allgegenwärtig. Neben den traditionellen Rezepten entstehen immer neue Abwandlungen.

Die Highlights Singapurs

Wir besuchten:

  • Das Stadtzentrum mit der Einkaufsstraße Orchard Road
  • Der Marina Bay-Bereich mit dem Hotel Marina Bay Sands, dem Marina Bay Street Circuit, dem Singapore Flyer und den Gardens by the Bay
  • Das arabische Viertel Kampong Glam, in dem die Sultan-Moschee und die Arab Street zu finden sind
  • Das indische Viertel Little India, in dem der Sri Veeramakaliamman Tempel zu finden ist
  • Die Vergnügungsviertel Boat Quay und Clarke Quay am Singapore River mit einer Vielzahl von Restaurants, Kneipen, Bars und Diskotheken
  • Das Kolonialviertel mit Fort Canning, dem alten Parlament, dem Victoria Theatre and Concert Hall sowie dem Cricket Club
  • Das chinesische Viertel Chinatown
  • Den 1822 von Sir Thomas Stamford Raffles gegründete Singapore Botanic Gardens mit mehr als einer halben Million Pflanzen und einer spektakulären Orchideensammlung