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Kecak-Tanz

Der Kecak (auch Ketjak oder Ketjack) ist ein Tanz aus Bali. Seine Wurzeln hat er, ähnlich dem Barong Tanz, im sakralen Bereich. Etwa 50 bis 100 Männer führen eine Geschichte aus dem Ramayana-Epos auf.

Es treten auf:

  • Prinz Rama (eine Inkarnation des Gottes Vishnu),
  • seine Frau Sita,
  • Hanuman der General des Affenheeres (das Rund der Tänzer stellt das Heer der Affen dar),
  • der Götterbote Garuda sowie
  • Rawana der König der Dämonen.

Eine deutsche Übersetzung des Ramayana findet sich hier.

Im Unterschied zu den anderen Tänzen wird der Kecak Tanz ohne begleitendes Orchester aufgeführt. Der Rund der Tänzer, die nur mit einem schwarz-weiß gewürfelten Lendenschurz bekleidet sind, ersetzt mit seinen rhythmischen Gesang das Orchester. Dieser rhythmische Gesang erreicht durch plötzliche Tempowechsel und seine synchronen Bewegungen der Tänzer (Arme, Hände, Oberkörper) eine eindrucksvolle Dramatik. Aufgeführt wird der Kecak Tanz in der Regel nach Einbruch der Dunkelheit.

Der Kecak hat seine Wurzeln im alten balinesischen Trancetanz „Sanghyang". In der heute aufgeführten Form existiert der Kecak erst seit etwa 1930. Die Idee zum Kecak stammt ursprünglich vom deutschen Maler Walter Spies. Walter Spies war ein deutscher Maler, der sich um die Kunst und Kultur in Indonesien und speziell in Bali verdient gemacht hat.

Häufig wird im Anschluss an den Kecak Tanz ein Feuer-Tanz aufgeführt. Bei dem Feuer-Tanz versetzen sich einige Tänzer in Trance und tanzen dann durch ein dafür bereitetes Feuer. Kecak und Feuer Tanz gehören zum Repertoire der Tänze, die regelmäßig in den Tempelanlagen von Ubud für Touristen aufgeführt werden.