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In Deutschland

Wir waren viel in Deutschland unterwegs: von Rügen bis zu den Alpen von Dresden bis Aachen. Als Heimatland bietet Deutschland eine große Vielfalt von Landschaften und Kulturen.

Besonders herausstellen möchte ich einen Aspekt der deutschen Geschichte, der unsere heutige Welt stark geprägt hat: die Industriekultur.

"Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft"

Wilhelm von Humboldt (*1767–†1835)

Die Beherrschung von Erde - Wasser - Feuer - Luft

Die Beherrschung der "klassischen" Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft war (und ist) die Grundlage der industriellen Entwicklung. Der Erde bietet nicht nur Nahrung, wie wir sie mit dem Ackerbau gewinnen, sondern Schätze wie Erze und Kohlen. Aus Erzen gewinnen wir mit Hilfe des Element "Feuer" die Metalle. Mit der Fähigkeit Eisen und Stahl in großer Quantität zu gewinnen und bearbeiten zu können, wurden die Grundlagen für unsere Industrie gelegt. Produkte aus Stahl geschmiedet ermöglichen es, das Element "Wasser" zu befahren und Handel treiben zu können. Moderne leichtere Metalle verwenden wir dann für die Konstruktion von Luftfahrzeugen.

An einem Fachwerkhaus in Osnabrück fanden wir die 4 Elemente:

Die Elemente - aus naturwissenschaftlicher Sicht

Die neuezeitliche Definition der Elemente

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geht zurück auf Robert Boyle (1627 - 1692), der die Elemente als "Reinen Stoff", der mit chemischen Methoden nicht weiter zerlegt werden kann, definierte.

John Dalton (1766 - 1844) führte den Begriff der Atome als die Bestandteile der Elemente ein.

Weniger…

Zu Besuch im Kohlebergbau

Der Erde die Kohle entreißen, bedroht vom Wasser und Feuer, notwendig zur Arbeit die Luft: dieses vor Ort zu erfahren ist ein einmaliges Erlebnis. Seit über 1000 Jahren wird in Deutschland Kohle gefördert. Teilweise arbeiteten über 400.000 Menschen im Bergbau alleine im Ruhrgebiet. Heute fördert die RAG Deutsche Steinkohle (Zur Info hier klicken) mit 24.000 Mitarbeitern, davon knapp 11.000 Mitarbeitern unter Tage, in 5 Bergwerken die Steinkohle. Ob der Steinkohlebergbau in unseren Zeiten subventioniert werden sollte oder nicht, kann sicherlich kontrovers diskutiert werden - sicher ist, dass mit dem Ende der Förderung eine Kapitel der deutschen Industriegeschichte unwiederbringlich geschlossen wird. Geplant ist das Ende des subventionierten Kohleabbaus in Deutschland für das Jahr 2018. Bei unserem Besuch auf der Zeche in Ibbenbüren im Oktober 2011 hatten wir Gelegenheit die Bedingungen der Produktion vor Ort in 1040 Meter unter Tage kennen zu lernen.

Von der Kohle zum Stahl

Kohle dient nicht nur zur Erzeugung von Wärme, die wir für den Betrieb von Kraftwerken und zum Befeuern der Öfen benötigen, sondern auch in seiner Form als Koks für die Reduktion des Eisenerzes um so Eisen erzeugen zu können. Koks ist sozusagen die "edle" Form der Kohle und wird durch Pyrolyse unter Luftabschluss aus Kohle gewonnen. Erst durch die Verwendung von Koks zur Eisenerzeugung wurde es (etwa ab 1740) möglich hochwertiges Eisen in großer Menge zu erzeugen und damit begann das Zeitalter der Industrialisierung.

Die Zeche und Kokerei Zollverein (zur Info hier klicken) wurde als herausragendes Beispiel für die Industriekultur in Deutschland 2001 in das Weltkulturerbe der Menschheit aufgenommen.

Ein einzigartiges Denkmal der Stahlerzeugung ist die Völklinger Hütte (zur Info hier klicken), die schon seit 1994 als eines der ersten Industriedenkmäler auf die UNESCO Liste als Weltkulturerbe eingetragen wurde.

UNESCO Welterbestätten in Deutschland

Derzeit sind 36 Denkmäler in Deutschland auf der Welterbeliste der UNESCO verzeichnet. Sie stehen unter dem Schutz der Internationalen Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit. Die Übersicht über die deutschen Welterbestätten finden Sie hier: http://www.unesco.de/welterbe-deutschland.html

Routen der Industriekultur in Deutschland

Route der Industriekultur im Ruhrgebiet:

http://www.route-industriekultur.de/home/

Route der Industriekultur im Rhein-Main  Gebiet:

http://www.route-der-industriekultur-rhein-main.de/

Der Beginn der EDV

Konrad Zuse stellte 1941 die erste voll funktionsfähige programmgesteuerte und frei programmierbare Rechenmaschine der Welt vor. Von 1957 bis zu seinem Tod 1995 lebte der "Vater des Computers", Konrad Zuse, in Hünfeld. Hier findet sich auch das Konrad-Zuse-Museum.

 

 

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